Finanzielle Hilfe bei Dyskalkulie:


Die Beseitigung einer Dyskalkulie bedarf einer Therapie in einer dafür vorgesehenen therapeutischen Einrichtung oder durch entsprechend geschulte Therapeuten. Diese in der Regel als Einzelunterricht durchgeführten Maßnahmen werden Ihren Haushalt finanziell nicht unerheblich belasten. Unter gewissen Voraussetzungen haben Sie jedoch die Möglichkeit finanzielle Hilfe zu erhalten.
Staatliche Hilfe kann ihnen ihr zuständiges Jugendamt leisten. Unter Umständen könnte auch ihre Krankenkasse die Kosten übernehmen.


Auf der folgenden Seite finden Sie hierzu einige Informationen.



Eingliederungshilfe seitens des  Jugendamtes


Sie haben laut § 35a KJHG Anspruch auf Hilfe, wenn sich die Dyskalkulie in einem bestimmten Maße auf die Psyche Ihres Kindes auswirkt und dessen Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist oder eine Beeinträchtigung zu erwarten ist.
Dies wird in der Regel von einem Schul- oder Jugendpsychologen festgestellt. Der Umfang der Hilfe wird von Jugendamt zu Jugendamt unterschiedlich gewährt. Setzen Sie sich diesbezüglich mit Ihrem Jugendamt, z.B. dem in Bad Neuenahr-Ahrweiler in Verbindung. Hier werden Ihnen entsprechende psychologische Teststellen und die Bedingungen einer (evtl. nur teilweisen) Kostenübernahme genannt. Das vom Jugendamt erstellte Merkblatt mit den erforderlichen einzureichenden Unterlagen können sie vorab hier schon einmal einsehen.
Das Jugendamt kann Ihnen auch Vorschläge von therapeutischen Einrichtungen unterbreiten - sie haben aber unabhängig davon die Freiheit sich für eine Dyskalkulietherapie ihrer Wahl zu entscheiden (SGB8 §5). Das Jugendamt in Bad Neuenahr-Ahrweiler stellt hier allerdings, wie viele andere Jugendämter auch, die Nebenbedingung, dass der offizielle Test auf Dyskalkulie nicht von der später in Anspruch genommenen Therapieeinrichtung durchgeführt wird.



Kostenübernahme durch die Krankenkasse



Es gibt sehr selten auch schon Fälle, dass private Krankenkassen die Kosten der Therapien übernehmen. Das ist im Allgemeinen aber nicht so. Die Dyskalkulie stellt aus Sicht der Krankenkasse im klassischen Sinne keinen Krankheitswert dar.

Bevor das Jugendamt eine Eingliederungshilfe gewährt, müssen sie zumindest einmal bei ihrer Krankenkasse anfragen und eine schriftliche Ablehnung anfordern, die sie dem Jugendamt dann vorlegen.

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