Neu: computerunterstütztes Training

In meinen Therapien wechseln sich Verständnisphase und Übungsphase gegenseitig ab.

Die Verständnisphase sorgt für die Aufarbeitung eines missverstandenen mathematischen Sachverhalts. Dieser Schritt ist wesentlich, denn nur etwas Verstandenes kann man hinterher auch üben.
Die Übung erfolgt darauf in der Trainingsphase. Hier sollte das Kind täglich an den bereits verstandenen Themen arbeiten. Dazu gibt es für die Eltern Übungsanleitungen und Spiele, die sie mit den Kindern spielen sollten. Doch öfters läuft es in der Praxis anders: Die Eltern müssen sich um so viele Dinge im Haushalt und in der Familie kümmern, so dass sie einfach nicht die Zeit finden, um mit dem Kind die erforderlichen Übungseinheiten zu absolvieren.

Computer üben eine Faszination auf Kinder aus, und viele Übungen können mithilfe einer Software durchgeführt werden. Deshalb starte ich nach den Herbstferien den exklusiven computerunterstützten Trainings-Service: Jedes Kind, das in meiner Praxis trainiert wird, kann sich dann über ein persönliches Kennwort Zutritt zu seinem eigenen Trainingsbereich im Internet (http://dyskalkulie.training) verschaffen.
Nach dem Login findet das Kind dort genau auf den Lernstand zugeschnittene Übungen in Form kleiner Computerspiele. Es handelt sich dabei nicht um käufliche Lernspiele, sondern um eigenentwickelte Spiele, die an die lerntherapeutischen Methoden meines Unterrichts anknüpfen, um den dort vermittelten Inhalt zu vertiefen. Die Software gewinnt im Laufe der Zeit an "Intelligenz", kann systematische Mängel aufdecken und das Training gezielt auf die Themen fokussieren, die intensiverer Übung bedürfen. Die Spiele sind mit der Maus, aber auch auf einem Computer-Tablet mit Touchscreen spielbar. Ein Internetzugang ist erforderlich.
15 Minuten Tagespensum  sollen nicht überschritten werden. Auch dafür sorgt die Programmierung, durch ein automatisches Logout nach Ablauf der Zeit. Beim nächsten Login, das erst ab dem nächsten Tag möglich ist, kann das Kind seine Übungen an der Stelle fortsetzen, wo es zuletzt aufgehört hat. Der Übungsfortschritt wird protokoliert und kann für die nächste Therapiestunde ausgewertet und dort entsprechend honoriert werden.

Zur Zeit sind bereits einige Spiele für das Verständnis und die Automatisierung der Zahlzerlegung im Zahlenraum bis 10, sowie für die Automatisierung der Multiplikation, in der Testphase. Den Kindern scheint es Spaß zu machen.

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